Wohl jeder, der sich schon einmal mit mittelhochdeutschen Epen beschäftigt hat, dürfte auf jenen Helden gestoßen sein, der nicht nur seinem Onkel Ermrich immer wieder kämpferisch begegnete, sondern auch kräftige Riesen, starke Drachen und listige Zwerge besiegen konnte – Dietrich von Bern. Die Erzählungen von den Abenteuern Dietrichs waren vom 13. bis zum 18. Jahrhundert im deutschsprachigen Raum sehr beliebt und weit verbreitet. Unserer heutiger kurz!-Artikel möchte mit den Erzählungen der sogenannten ‚Aventiurehaften Dietrichepik’ die Heldenepen Dietrichs in den Blick nehmen, in denen er etwa auf Drachen, den Zwerg Bibung, den Riesen Sigenot oder auf den Zwergenkönig Laurin trifft. Nachdem im ersten Teil dieser kurzen Reihe die Dietrichepen ‚Goldemar’, ‚Eckenlied’, ‚Sigenot’ und die ‚Virginal’ vorgestellt wurden, sollen in diesem zweiten Teil der ‚Laurin’, der ‚Rosengarten zu Worms’ und der ‚Wunderer’ im Vordergrund stehen. Mit der Vorstellung dieser Dietrichepen sollen einzelne kleine Abenteuer, die Dietrich von Bern in diesen Erzählungen der ‚Aventiurehaften Dietrichepik’ besteht, kurz vorgestellt werden.
Sonntag, 24. September 2017
Sonntag, 10. September 2017
Von listigen Zwergen, kräftigen Riesen und tapferen Helden – die ‚Aventiurehafte Dietrichepik’ I
Wohl jeder, der sich schon einmal mit mittelhochdeutschen Epen beschäftigt hat, dürfte auf jenen Helden gestoßen sein, der nicht nur seinem Onkel Ermrich immer wieder kämpferisch begegnete, sondern auch wundersame Wesen besiegen konnte – Dietrich von Bern. Die Erzählungen von den Abenteuern Dietrichs waren vom 13. bis zum 18. Jahrhundert im deutschsprachigen Raum sehr beliebt und weit verbreitet. Unser heutiger kurz!-Artikel möchte mit den Erzählungen der sogenannten ‚Aventiurehaften Dietrichepik’ die Heldenepen Dietrichs in den Blick nehmen, in denen er etwa auf Drachen, den Zwerg Bibung, den Riesen Sigenot oder auf den Zwergenkönig Laurin trifft. Neben der Vorstellung der Epen sollen einzelne kleine Abenteuer, die Dietrich von Bern in der ‚Aventiurehaften Dietrichepik’ besteht, kurz vorgestellt werden.
Sonntag, 27. August 2017
Die Weiße Frau - das Hausgespenst der Hohenzollern
„Gehüllt
in weiße Witwentracht, im weißen Nonnenschleier, so schreitet sie um
Mitternacht durch Burg und Schlossgemäuer“ dichtete Christian zu
Stolberg-Stolberg 1814 und beschrieb damit das Gespenst der Weißen Frau. Der
Sage nach trieb diese über Jahrhunderte ihr Unwesen auf verschiedenen Schlössern des europäischen Adels und kündigte dabei stets ein Unglück oder einen nahenden
Todesfall an. Angeblich trat sie erstmals im 14. Jahrhundert in Erscheinung und
schon bald häuften sich die Berichte über ihr mysteriöses Auftreten. In unserem
heutigen Artikel spüren wir den Ursprüngen der Sage und den möglichen
historischen Vorbildern der Weißen Frau nach, erklären, warum dieses Gespenst
vor allem mit der Dynastie der Hohenzollern in Zusammenhang gebracht wird, und betrachten den
Umgang der Zeitgenossen mit der Gestalt und die Verbreitung dieser.
Sonntag, 13. August 2017
Die æstel Alfred des Großen
Als er im Jahre 871 König von England wurde, stand Alfred der Große (849-899) vor schwierigen Aufgaben: Die Wikinger invadierten England, überrannten große Teile der Insel, plünderten auf ihren Wegen die Städte und besiegten die englischen Heere und siedelten sich schließlich vor Ort an. In dieser Situation hatte Alfred nur noch wenige Krieger zur Verfügung und wurde zurückgedrängt. Ab genau diesem Zeitpunkt beginnt die Legendenschreibung über den Mann, der die Wikinger besiegen und England wieder vereinen sollte. Nachdem die Invasoren besiegt worden waren, widmete sich Alfred der Konsolidierung seines Königreiches und dem Ausbau seiner Herrschaft. In diesem kurz!-Artikel sollen, neben der Person Alfreds und seinem Kampf gegen die Wikinger, zwei zentrale Aspekte dieses Herrschaftsausbaus betrachtet werden, die in den sogenannten æstel Ausdruck fanden und charakteristisch für Alfreds Vorstellungen waren: die symbolische Repräsentation seiner Herrschaft im säkularen Bereich sowie das Streben nach wisdom. Stellvertretend für diese æstel stellen werden in diesem Artikel das Alfred Jewel sowie die damit verbundenen Ziele und Vorstellungen Alfreds vorgestellt.
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| Alfred der Große in einer mittelalterlichen Handschrift / Quelle: https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/6/6d/Alfred_-_MS_Royal_14_B_VI.jpg |
Sonntag, 30. Juli 2017
Der Untergang des Weißen Schiffes (1120) und dessen Auswirkungen auf die englische Thronfolge
“No ship was ever productive of so much misery to England”
So beschreibt der Chronist Wilhelm von Malmesbury (1080/95-um 1143) in seinen Gesta Regum Anglorum (dt. Die Taten der englischen Könige) die Katastrophe, die sich am 25. November 1120 vor der Küste von Barfleur in der Normandie ereignete: Ein neues, und mit der neuesten Technik der Zeit ausgestattetes Schiff, dazu angeheuert, den Nachwuchs des englische Hochadels über den Ärmelkanal zu befördern, lief unmittelbar nach der Abfahrt aus dem Hafen von Barfleur auf einen Felsen auf und sank. An Bord befanden sich auch drei Kinder des englischen Königs, Heinrich I. (1068-1135), unter ihnen sein einziger legitimer Sohn und Nachfolger William Ætheling (1103-1120). Wie bereits vom Chronisten angedeutet, sollte dieses Unglück den Lauf der englischen Geschichte für die folgenden Jahre maßgeblich bestimmen und viel Elend über Land und Leute bringen. Wie es zum Untergang kam und welche langfristigen Folgen dieser hatte, wollen wir in diesem kurz!-Artikel genauer betrachten.
Sonntag, 16. Juli 2017
"von dem ampt der siechmeistrin" – Krankenpflege im mittelalterlichen Frauenkloster
Die Geschichte der Pflege kranker Mönche durch ihre Mitbrüder in den Klöstern des westlichen Kulturraums ist so alt wie die Geschichte dieser monastischen Glaubensgemeinschaften selbst. Die ersten Klosterregeln für Mönchsgemeinschaften schrieben die medizinische caritas fest und ebneten damit den Weg für eine monastisch organisierte Krankenpflege. So fand die Versorgung kranker Mönche schon in der Großen Ordensregel Basilius des Großen im 4. Jahrhundert Berücksichtigung und Benedikt von Nursia widmete diesem wichtigen Bereich im 6. Jahrhundert das 36. Kapitel seiner Regula Benedicti: In eigens zur Verfügung gestellten und innerhalb der Klostermauern liegenden Räumlichkeiten (lat. infirmarium, mhd. siechhûs) sollte sich ein als infirmarius bzw. siechmeister bezeichneter Mönch um die Gesundheit kranker Mitbrüder kümmern. Weit weniger bekannt und erforscht ist demgegenüber die Krankenpflege in mittelalterlichen Frauenklöstern. Gab es auch dort eigens hierfür bereitgestellte Räumlichkeiten und kümmerten sich auch Nonnen um die Versorgung ihrer kranken Mitschwestern? Welche Aufgaben erfüllten Nonnen im infirmarium? Diese Fragen sollen in unserem heutigen kurz!-Artikel beantwortet werden.
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Aderlass-Darstellung von der Ostseite des Nonnenchores des Klosters Wienhausen (Darstellungen der Monatstätigkeiten); ©Kloster Wienhausen |
Sonntag, 2. Juli 2017
Die Burchardiflut von 1634
Betrachtet
man heute eine Karte der Nordfriesischen Inseln, stößt man unter anderem auf
die Insel Pellworm, die Halbinsel Nordstrand sowie die Hallig
Nordstrandischmoor. Dies war jedoch nicht immer so: Bis ins 17. Jahrhundert
existierte an der Stelle der gerade genannten Inseln die damals 220 km² große Insel
Strand, manchmal auch Alt-Norstrand genannt. Im Verlauf einer immensen
Sturmflut im Oktober 1634 jedoch wurde diese Insel auseinandergerissen und ganze
Teile von ihr versanken im Meer. Da zwei Tage nach der Flut – am 14. Oktober –
der Namenstag des Bischofs Burkhard von Würzburg (683-755) gefeiert wurde,
wurde sie – wie damals üblich – nach ihm benannt und ging als Burchardiflut in die Geschichte ein. Um
dieses Ereignis und das Schicksal der Insel Strand geht es in unserem neuen
kurz!-Artikel.
| Die
Nordfriesischen Inseln heute
http://www.viatoura.de/images/fotoalbum/fotoalbum7/01_nordsee_halligen.jpg
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