Im
Jahr 1836 verfasste der österreichische Schriftsteller Johann Nepomuk Vogl
(1802-1866) eine Ballade mit dem Titel „Die Burgfrau zu Cseitha“. In dieser
wird von einem „tiefen Keller“ erzählt, in dem „herzzerschneidend Schreien“
zu hören sei. Auch ist die Rede von einem Eisenkessel, der „zur Nacht
gefüllet mit warmem Jungfernblut“ werde. Die dritte und letzte Strophe
lautet schließlich folgendermaßen: „Drin badet sich die Schlossfrau auf
ihres Zwergen Rat, die Jugend fest zu halten, die dem Verblühen naht, dort
wäscht die welken Glieder das tigerhafte Weib und taucht ins Blut der Opfer den
sündenvollen Leib.“ Mit der genannten Schlossfrau wird auf die sogenannte
ungarische ‚Blutgräfin‘ Elisabeth Báthory (1560-1614) angespielt, die über 600
Mädchen gefoltert und umgebracht haben soll, um mit dem Blut ihrer Opfer ihre
eigene Jugend zu erhalten. In diesem Artikel geht es um das Leben Elisabeth
Báthorys, ihre begangenen Verbrechen, die Legendenbildung um diese und ihre bis
heute anhaltende Rezeption.
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| Elisabeth
Báthory im Alter von 25 Jahren, Porträt von 1585, gilt heute als verschollen.
https://de.wikipedia.org/wiki/Elisabeth_B%C3%A1thory#/media/File:Elizabeth_Bathory_Portrait.jpg
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